Manchmal…
7. Juni 2008 at 19:53 | In Das Küken, Die Glucke | 1 CommentTags: that's life
Manchmal, wenn ich mir mein Kind so ansehe, wie es friedlich schläft und ab und zu seine Mundwinkel zu einem Lächeln hochzucken oder wenn es glucksend und strampelnd seinen Zeigefinger lutscht, völlig unbeschwert und echt, frage ich mich, ob ich auch alles richtig mache.
Kann ich all seinen Bedürfnissen gerecht werden, auch ohne seinen Vater, der nur ein- bis zweimal im Monat kurz bei uns ist? Kann ich ihm ein gutes Vorbild sein? Kann ich immer dafür sorgen, dass er ein zufriedenes Kind ist, das glücklich aufwächst. Kann ich meinen Teil dazu beitragen, aus ihm einen liebenswerten, ehrlichen Menschen zu machen…?
Juli war nicht geplant, er ist einfach so passiert. Aber er war gewollt, wie nichts sonst. Als ich noch schwanger war haben wohl die Endorphine dafür gesorgt, dass ich glaubte, alles sei ganz einfach und wird schon irgendwie funktionieren. Bisher ist das auch so, es funktioniert. Ich habe allerdings auch Unterstützung. Finanziell und emotional durch Julis Vater und meine Eltern sind immer zu Stelle, wenn ich sie brauche. Sei es als Babysitter, als Fahrservice oder für irgendwelche Arbeiten am Haus. Aber könnte ich es auch alleine schaffen?
Er ist ein so fröhliches, pflegeleichtes Kind. Er kuschelt so gerne mit und schläft am besten ein, wenn ich meine Hand auf seinen Kopf lege. Wenn ich morgens an sein Bettchen komme, strahlt er mich übers ganze Gesicht an und fängt wie wild an zu zappeln weil er weiß, es geht nochmal für eine halbe Stunde in mein Bett, wo ich ihm den Bauch kraule, ihm etwas vorsinge oder mir einfach was von ihm erzählen lasse. Ich genieße dieses innige Verhältnis zu ihm und hoffe, er wird mich in 15 Jahren nicht völlig ätzend und nervtötend finden.
Manchmal, nur manchmal kommen mir solche Gedanken. Dann lacht mein Kind mich an und alles ist wieder gut…
Jedenfalls durfte ich mal testen…
4. Juni 2008 at 11:38 | In Das Küken, Die Glucke | Leave a CommentTags: Julian, Mama
…wie das so ist, wenn das nachts sonst so aktive Baby endlich mal durchschläft. Und ich fands ja richtig gut! Aber Schluss mit Lustig, wir wachen jetzt wieder auf und wollen eine lecker Flasche – mitten in der Nacht. Ich werde nie vergessen, wie es sich angefühlt hat, nach mehr als drei Monaten endlich mal wieder länger als drei Stunden an einem Stück zu schlafen… 
Dabei hatte ich gestern echt Hoffnung, dass es nochmal funktioniert. Wir waren erst recht spät am Nachmittag beim Turnen und Juli war schon ziemlich platt, vor allem weil es so elendig heiß und noch viel schwüler war. Um auf Nummer Sicher zu gehen, hab ihn in dann noch in den kuschelig warmen Badeeimer gesteckt und die Flasche erst recht spät verabreicht. Er ist auch erst gegen 20.00 Uhr endgültig eingeschlafen. Und trotzdem schafft er es, mitten in der Nacht nochmal richtig fit zu werden und lauthals auf sein Recht auf eine warme Mahlzeit zu pochen. 
Aber heute morgen dann hat er – statt bis um fünf – bis viertel nach sechs geschlafen. War auch mal schön…
Ist auch echt nicht einfach, es der Mama immer recht zu machen! Armer armer Wurm! 
Die Mutti ist ganz stolz!
30. Mai 2008 at 21:16 | In Das Küken, Die Glucke | 2 CommentsTags: Julian, that's life
Heute Nachmittag hab ich mein verpenntes Baby in den Kinderwagen gepackt und bin raus in die Welt – auch wenn die Gefahr auf nass durch Wolkenbruch ziemlich hoch war. So wie Juli zur Zeit drauf ist, könnte man glauben, er leidet an Sauerstoffmangel.
Aber zurück zu Thema: Wir laufen so durch die Innenstadt, gucken uns die Vorbereitungen für das große Fest zur Europawoche an, bißchen shoppen hier, bißchen Käffchen dort. Und plötzlich steht die Mutti vorm Frisör! Ich hatte bis vor einem halben Jahr Hüftlange Haare. Kurz vor Julis Geburt hab ich sie mir schon mal um ca. 30 cm kürzen lassen und aktuell war ich ziemlich genervt davon, dass die Dinger überall rumfliegen, vornehmlich auf Julis Klamotten, dass Juli immer reingreift und nicht mehr loslässt und dass sie nach dem Duschen viel mehr Zeit zum Trocknen brauchen als Juli bereit ist, ihnen zu geben.
Heute dann bin ich in den Laden rein und war reichlich skeptisch, ob waschen, schneiden, föhnen mit Kaffee und Frauenzeitschrift denn funktioniert mit Baby.
Und was soll ich sagen? Ich hatte ein Vorzeige-Baby. Er lag da in seinem Wagen, lutschte abwechselnd seine Rasselkette, seine Fäuste und sein Mulltuch, flirtete mit meiner Friseurin und unterhielt Kunden und Personal mit einer Geschichte, die er lauthals durch den Laden gluckste und quietschte und deren Inhalt mir immer noch nicht ganz klar ist…
Und als ich fertig bin, sieht mich mein Baby mit großen Augen und ziemlich verstörtem Gesicht an. Er braucht ein paar Sekunden und strahlt dann übers ganze Gesicht. Ist noch immer die Mama – und sieht gut aus!
Gelbe Seiten.
27. Mai 2008 at 0:03 | In Die Glucke | Leave a CommentTags: that's life
Ich frage mich gerade, ob es noch Menschen gibt, die die Gelben Seiten in die Hand nehmen und aufschlagen. Eigentlich frage ich mich das schon seit einigen Jahren. Immer dann, wenn wieder die gelbe Plastiktüte an meiner Haustür baumelt und deren Inhalt darauf wartet, von mir ins Altpapier getragen zu werden. Wer benutzt die noch? Fragt inzwischen nicht jeder bei Google nach einem Handwerker oder Facharzt?
So wie an meiner Haustür baumeln die gelben Plastiktüten auch an jeder anderen Haustür im Viertel. Wahrscheinlich in der ganzen Stadt, dem ganzen Land, der ganzen Republik. In meinem Fall hat die Plastiktüte dieses Jahr sogar eine Extra-Daseinsberechtigung: Der Zusteller hat meine Tageszeitung mit reingepackt um sie vor den mitunter ziemlich nassen Regentropfen zu schützen.
Ich will nicht wissen, wie viele „Leser“ das Teil ähnlich wie ich postwendend in die Tonne kloppen. Was mag es kosten, diese Dinger alle zu drucken, zu binden, in Plastikbeutel zu verpacken und überall zu verteilen? Und warum verteilt man sie überhaupt? Und wer platziert noch seine Werbung in diesem Relikt einer längst ausgestorbenen Printgesellschaft?
Fragen, nichts als Fragen…
Ja, das muss so laut!
25. Mai 2008 at 22:30 | In Das Küken, Die Glucke | Leave a CommentTags: Julian, Mama, that's life
Baby-Juli ist zur Zeit ein wenig unzufrieden. Er hat diese doofen Erkältungsreste, schläft fast den ganzen Tag – und wehe man weckt ihn – und ist alles in allem fürchterlich ungeduldig wenn es darum geht, Nahrung ranzuschaffen oder volle Windeln zu wechseln. Also hat ihn die Mama mal den ganzen Tag in Ruhe gelassen und mit Babyphon um den Hals ein wenig ihre Behausung von überflüssigen Staubansammlungen befreit. Außerdem hat sie ein paar Seiten in ihrem Buch lesen können und sogar zwei Stunden gearbeitet. Whow!
Aber wie das so ist, sind diese kleinen Leute aber dann doch irgendwann ausgeschlafen. So auch mein Sohn. Also, denk ich, pack ich das Kind in den Wagen und karre ihn noch ein bißchen durch die Sonne, Frischluft soll ja ganz gut tun. Blöd nur, dass ich mir noch Schuhe anziehen und nochmal die Treppe hoch muss, um mein Handy zu holen. Nicht, dass seine Laune derartige Verzögerungen zulassen würde. Nein! Er tut seinen Unmut also lauthals kund und bis ich samt Kind dann endlich unterwegs bin, hat er sich so richtig schön reingesteigert in seine Schreierei. Hab ich ihn also extra doll geschuckelt, bin vornehmlich über Kopfsteinpflaster gerollt und habe ihm nette Geschichten erzählt und sogar die Peinlichkeit überwunden, ihm auf offener Straße ein paar Liedchen zu trällern. 
Ich krieg tatsächlich sowas wie einen Waffenstillstand hin und der Zwerg macht erneut Anstalten, wieder einzuschlafen. Und clever, wie die Mama ist, hat sie für solche Fälle ihr Buch immer dabei. Also schubse ich das Kind im Wagen auf den Marktplatz, wo die Bänke so schön in der Sonne stehen. Ich schaffe genau eine Seite, bis ein älteres Pärchen mit Gehfrei auf der Bank neben mir Platz nimmt und anfängt, sich über Gott und die Welt zu unterhalten. 
Ok soweit. Doch dann verschluckt sich der Oppa – ich will gar nicht wissen, woran – und hustet und hustet und hustet während Oma ihm halbherzig den Rücken klopft. Das Spielchen zieht Juli sich etwa zwei Minuten bis er lauthals losprotestiert ob der Frechheit, ihn bei seinem Schläfchen zu stören. Er kann von 0 auf 100 in 1,8 Sekunden, an Tagen wie heute sogar in 1,3 Sekunden.
Nach ein bißchen eher unwesentlichem Geschrei fragt mich doch die Oma, ob das Kind denn so laut sein müsse, ist doch Sonntag! 
Ne, ‘tschuldigung! Ich mach gleich leiser…
Wer kennt diese Brötchen?
25. Mai 2008 at 8:20 | In Die Glucke, Späßchen | Leave a CommentTags: Mama, that's life
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist 08:00 Uhr, sie lesen Nachrichten…
Bonn:
Aktuellen Meldungen zufolge entdeckte die 33-jährige Shana B. aus Bonn am Morgen auf der Fußmatte vor ihrer Wohnung eine Tüte mit zwei noch warmen Brötchen. Ein Unbekannter hatte diese zuvor dort ausgesetzt. Bei den Brötchen handelt es sich um die Standardausführung in hellbraun bis goldgelb, noch leicht warm und knusprig. Weitergehende Beschreibungen können dahingehend gemacht werden, dass diese Brötchen in etwa rund sind, mit sternförmigem Schnittmuster auf der Oberfläche. Angaben zur Herkunft können leider nicht gemacht werden, da vorgenannte Brötchen eine diesbezügliche Aussage verweigern.
Shana B. bittet um Mithilfe zur Klärung des Sachverhalts bezüglich der Herkunft oder des Eigentümers dieser Brötchen. Für sachdienliche Hinweise stehen bis 0.00 Uhr die Kommentare zur Verfügung.
Und nun zum Sport…
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